Bognor Regis – Bath – Bristol

waren heute Stationen der Tagesetappe.

Gemütlich ging es von der Südküste los durch landschaftlich sehr beschauliches Barnaby-Land (tatsächlich wurde und wird wohl oft in East-Sussex für die Serie gedreht) und bei vielen Orts- und Straßennamen oder urigen Pubs kann man gar nicht anders, als an diese Krimi-Dauerbrenner zu denken.

Der Roadtrip des Tages ging von Slindon aus zum Goodwood Motor Curcuit. Eine früher sehr berühmte Rennstrecke. Dort durfte der Löwe mal in die Pole-Position


Der Curcuit ist auch immer wieder Ziel für die in GB sehr große Gruppe von Oldtimer-Fans jeglicher Kulör. Wie z.B. hier einiger Biker

Von dort aus ging es weiter quer durchs Land nach Avebury, wo einer der größten Steinkreise Großbritanniens liegt. Da wir Stonehenge schon vor vier Jahren einen Besuch abgestattet hatten, haben wir uns lieber diese Stätte angesehen. Sie erstreckt sich über eine imposante Fläche von mehr als 15 Hektar.

Leider erstmal nur ein Handyfoto – wird noch durch ein anderes ergänzt.

Danach ging es weiter bis Bath, wo wir eigentlich dieses Mal das antike römische Bad besuchen wollten. Aber Sonntags ist ganz GB auf vier Rädern unterwegs, so dass wir genervt aufgegeben haben, dahin durchkommen zu wollen.

Weiter dann nach Bristol, wo es noch eine Tagesaufgabe zu erfüllen galt: den Avon über die Clifton Suspension Bridge zu überqueren. Eine über 400m lange Kettenbrücke, die das Wahrzeichen von Bristol ist.

Leider war Bristol genauso voll wie schon Bath und hat außerdem den gesamten Innenstadtbereich zur LEZ (Low Emmision Zone) erklärt, die für den Löwen tabu war. Eventuell gibt es zwar Ausnahmen für Oldtimer, aber das hätte man im Vorwege mit den Behörden klären müssen. Also sind wir abgedreht und über eine weitere, noch viel größere Brücke, nämlich die Prince of Wales-Brücke hinüber nach Wales abgezogen – der nächsten Tagesetappe entgegen.

Eine lustige Begebenheit am Rande, die vielleicht ein bisschen die Begeisterung der Briten (im Gegensatz zu den Franzosen) für alte Fahrzeuge zeigt: in Bristol hatten wir uns verfranst und standen halb gegen die Fahrtrichtung schräg auf einer Bankette und grübelten über der Karte, als ein entgegenkommender Kleinwagen uns genau gegenüber anhielt und der Fahrer sein Handy zückte und uns fotografierte und uns angrinste. Wir kurbelten das Fenster runter und fragten, ob was wäre und er grinste nur noch breiter und sagte , dass sein Vater lange Zeit genau so ein Auto gefahren hätte und er schon lange keinen mehr gesehen hätte und sich freue, mal wieder einem leibhaftig zu begegnen.

Vielleicht kann der Löwe bald Autogramme geben 😄

Kleine geografische Veränderungen

können eine große Wirkung haben. Per Luftlinie sind es von Calais nach Dover gerade mal gute 40 km. Zum Glück wusste das Wetter das nicht. Der Unterschied war gravierend.

Calais beim Auslaufen

Dover bei der Ankunft

So kann es bleiben!

Die erste Etappe der Rallye war heute nicht lang, aber an der Küste geht es nur langsam voran (Eastbourne im Feierabendverkehr ist schon eine arge Geduldsprobe). Dazu noch der ungewohnte Linksverkehr und die Navigation nach Karte tun ein übriges, dass der Roadtrip des Tages sich ziemlich hinzieht.

Bei strahlendem Sonnenschein an den großen See-Promenaden vorbei (und im Schritttempo durch die Baustellen auf den Straßen) ist schon was besonderes.

Gelegentlich trifft man auf ein Kästle

Manchmal entdeckt man plötzlich Schmunzelschilder

Dann wieder freut man sich über scheinbar endlose Strände

Und manchmal wird man dann am Schlußpunkt der Tagesetappe mit solchen An- und Ausblicken belohnt.

Von Omaha Beach nach Calais

ging es gestern. Bei strahlendem Sonnenschein losgefahren und bei Nebel und Regen in Calais angekommen. Das ist hoffentlich keine Einstimmung auf die vor uns liegende Inseltour.

Glücklicherweise sagen die Wetterapps für Sonnabend freundliches Wetter für die Insel vorher. Und wir sind wild entschlossen, das für Fakt zu nehmen!

Das Boarding verlief reibungslos. Die Fähre schippert mit ihrer Heavy LKW-, Rallyeautos- und Schulklassenfracht (Teenager in Mengen sind echt seltsame Erscheinungen für so ollesVolk) leicht rollend Richtung Dover.

Hoffentlich haben die Teenies sich bald an das Rollen gewöhnt und hören auf, jedesmal wie kleine Meerschweinchen zu quietschen 😈.

Das Fahrerfeld ist sehr bunt – einige Impressionen hier:

Und unser Löwe am Start

Raus aus dem Trubel

sind wir dann am frühen Nachmittag. Irgendwann muss dann auch mal gut sein.

Da die Großrichtung auf Calais zu war, haben wir noch einen Abstecher an den Omaha-Beach gemacht. Dahin, wo am D-day die amerikanischen Truppen gelandet sind.

Die Bucht hat einen etwa 6 km breiten Sandstrand und ist abgesehen von den Besuchern des Denk-/Mahnmals oder des Museums sehr ruhig.

Bei strahlendem Sonnenschein waren einige Halbwüchsige dabei, das Anbaden zu üben (hat nicht lange gedauert 😁)

Ansonsten herrschte das pure Strandidyll

Nur durch die Trecker unterbrochen, die ihre Boote vom oder zum Wasser brachten

Da konnte der Tag sehr ruhig ausklingen

Ein Wahnsinns-Gemäuer

ist es obendrein. Angefangen bei Kirche und Kloster selbst bis hin zu den Befestigungsanlagen und den Wohn- und sonstigen Gebäuden. Jedes ist ein Unikat, hinter jeder Ecke sieht es gleich völlig anders aus und es gibt sogar kleine Innenhofgärten verschiedenster Art.

Bollwerk

Komische Vögel

Neugierige Nachbarn

Gelungene Übergänge

Begrünte Wände und Innenhöfe

Fassaden in ganz vielen Ausprägungen

Ein- und Ausblicke

Fazit: packt Eure strapazierfähigsten Nerven ein und besucht ihn, den großen, chaotischen Berg in dieser wunderbaren Landschaft!!!

Wer den „Michaelsberg“

besuchen möchte, sollte unbedingt mit gestärkten Nerven und viel Gelassenheit dorthin fahren. Es ist ein Touristenmagnet für Menschen aus aller Welt – von Schulklassen bis hin zu Pilgern. Will sagen: es ist nahezu zu jeder Tageszeit proppenvoll. Also wirklich proppenvoll. Dicht gesteckt. Wer Menschenmengen mag, wird sich da sauwohl fühlen.

Und es gibt Souvenirs in jeder noch so kleinen Bude (wenn nicht Zimmer vermietet oder eine Restauration oder das Kloster selbst betrieben werden).

Nachdem wir jetzt das Ende der Welt

das Département Finistère („Finis Terrae“ nannten es die Römer, also „Ende der Welt“) hinter uns gelassen haben und die Côte de Granit Rose, die Côte d‘Armor und die Côte d‘Emeraude besucht haben, ging es am Donnerstag wieder in Richtung Normandie, die uns einmal nicht mit Nebel oder Regen begrüßte.

Hier lag ein Etappenziel vor uns, das wir vor zwei Jahren nur ganz kurz in Augenschein nehmen konnten und uns vorgenommen haben, noch einmal mit mehr Zeit im Rucksack wiederzukommen.

Der Mont Saint Michel

… und zu guter Letzt

in unserer Bretagne-Leuchtturmreise noch ein optisches Schmankerl: der Phare du Cap Frehel. Er trohnt in einer weiten, windigen Heidelandschaft zusammen mit seinem Vorgänger, dem Phare Vauban.

Wer ihn besucht, sollte unbedingt die Strecke vom Cap Frehel nach Sable d‘Or les Pins entlang fahren – ein wunderbares Panorama jagt das andere, man möchte alle paar Meter anhalten und gucken und Bilder machen.

Und dann war da noch

der Leuchtturm, der eigentlich kein Leuchtturm ist, oder doch, aber gar nicht so aussieht… der Feu de Bodic ist ein ziemlich besonderes Bauwerk, der als Ober- (oder Unter-?)Feuer an der Flußmündung des Trieux sein Licht ausstrahlt.

So space-like sieht er aber nur an der Seite zur Flußmündung hin aus. Achtern ist er ein eher relativ schnöder Backsteinbau, an den man da aber zwecks Foto nicht rankommt, weil privat.

Phare de Ploumanac’h

oder Phare de Mean Ruz (bretonisch „roter Stein“). Ein wunderschönes Bauwerk aus dem ihn auch umgebenden roten Granit an der Côte de Granit Rose (sic).

Auch diese roten Brocken haben was Gigantisches. Man fühlt sich wie Gulliver dazwischen.

Hier wachte überdies noch ein Gargoyle über den Küstenstrich