Mit dem Besuch der wildromantischen Bucht und der danebenstehenden Kapelle war die erste Aufgabe für den Dienstag schon abgehakt.
Falls jemand diese Bucht mal besuchen möchte: sie heißt Mwnt Beach und um das richtig aussprechen zu können, muss man wohl Waliser sein. Die Ortsnamen sind für uns jedenfalls extrem schwierig.
Das war aber an diesem Tag nicht die einzige Schwierigkeit, die uns bevorstand. Beim Versuch, die zweite Road-Mission des Tages zu absolvieren, hatten wir richtig Pech.
Es sollte zu den Seen Llyn Dina und Llyn Gwynant gehen. Als wir etwa 1/4 der Nebenstrecke hinter uns gebracht hatten, ging das gleiche Spiel wie gestern los: Auto nimmt kein Gas mehr an und stirbt ab. Neues Starten nicht möglich.
Mit Müh und Not noch so etwas wie ein Heckloch erwischt, damit wir nicht mitten in einer unübersichtlichen Kurve stehen müssen. Erstmal abwarten, Auto abkühlen lassen und dann weiter. … dachten wir …
Aber nach einer guten halben Stunde und abgekühltem Motor ging immer noch nichts. Inzwischen waren schon einige Teams an uns vorbeigezogen.
Guter Rat war nun teuer, denn wir saßen auch noch in einem fetten Funkloch. Nix Handy, nix Internet, nada.
Zum Glück waren wir aber ja inmitten von fast 100 Teams und so haben wir erleben dürfen, wieviel das auf einer solchen Tour bedeutet.
Einige Teams waren ebenfalls richtige Schrauber, und so fachsimpelten schon bald diverse Männer um den Manta herum. Einen kurzen Augenblick lief er tatsächlich an, aber nach 50 m wieder dasselbe Spiel: aus.
Also Auto wieder zurückgeschoben. Ohne Funknetz konnten wir nicht einmal den Werkstattwagen informieren und unsere Position durchgeben. Das übernahm ein anderes Team.
Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: der Werkstattwagen begleitete einige Geländefahrzeuge auf einer Off-Road-Tour.
Da wir auf dem ungünstigen Gelände nicht mal richtig den Wagenheber untersetzen konnten, fiel das Aufbocken aus, das aber notwendig gewesen wäre, um an den Benzinfilter und die Benzinpumpe heranzukommen, die inzwischen als sehr wahrscheinliche Fehlerquellen identifiziert worden war.
Noch mehr Glück im Unglück hatten wir, als so ziemlich am Schluß des Feldes noch zwei Teams aus der Schweiz anhielten. Beide Fahrer hatten Sachverstand und was noch wichtiger war: einen Unterstellbock.
Damit war es nach etlichen Stunden des Wartens endlich möglich, zumindest schon mal den Benzinfilter auszubauen und zu versuchen, ihn – falls verstopft – freizubekommen.

