Eine Nacht im Zelt

ist nicht unbedingt jedermanns Sache. Aber zu den Treffen der Teams muss das einfach auch mal sein.

Es war eine schöne Party, man lernte ein paar Teams näher kennen und die Grills hatten viel zu tun.

Am nächsten Morgen war Wind aufgekommen, aber die Sonne schien schon wieder und es versprach, ein sonniger Tag zu werden.

Erste Tagesaufgabe: eine bestimmte kleine Bucht mit einer Kapelle dabei zu finden.

Der Rest des Tages

Dann kurzerhand die Tagestour umgestellt und (immer noch im Zickzack, weil die Gegend einfach keine geraden Straßen kennt) in Richtung Campingplatz zur Rallye Party. 

Manta schnurrte fast wie ein Kätzchen und lief hügelauf hügelab wie er laufen sollte. Wir mutmaßten daher, dass das Getriebeöl durch die langsame Fahrerei in den engen Wegen bei sommerlichen Temperaturen einfach zu heiß geworden war (luftgekühlt) und nach Abkühlung und frischem Fahrtwind jetzt wieder alles lief.

Bei der Suche nach dem versteckten Campingplatz half uns dann auch noch der Zufall.

Als wir mit Karte herumwundernd an einer Bushaltestelle in Cardigan stehen, hält gegenüber ein junger Mann an – er hatte die Tourenaufkleber gesehen. „You want to go to the campingground?“ … äh yes … „just follow me, I live there“! 

Hat man Töne? 

Wir haben uns gefreut wie die Schneekönige und sind flott hinter ihm her. Auf dem Weg haben wir noch ein weiteres Team „eingefangen“ und in der kleinen Kolonne ging es dann zum Campinggelände.  

Niiie im Leben wäre ich diese „Straße“ auf Verdacht hin so weit rein- bzw auch noch hochgefahren … ich sag nur „Abtei“.

Und so kamen wir (nach einigen fast endlos scheinenden Minuten mit Stoßgebeten auf ausbleibenden Gegenverkehr) auf dem Zeltgelände an, wo schon alles fürs BBQ und einen schönen Abend mit fast allen Teams vorbereitet war.

Ganz vergessen

Auf dem Weg von Bath nach Wales sind wir logischerweise über eine der Severn-Brücken gekommen

Sowas braucht man nicht

Leichte Panik machte sich breit, weil das tatsächlich völlig aus heiterem Himmel (wortwörtlich) kam. Mit letzter Kraft und ein paar Fehlzündungen erreichten wir gerade noch so eine größere Wegzufahrt. 

Des Schraubers Künste brachten jetzt erstmal nicht viel. Irgendwie war nicht genau zu Lokalisieren, wo der Fehler lag. Und nach einer Weile, genauso plötzlich wie er gestreikt hat, sprang er wieder an. 

Gaaanz vorsichtig weitergefahren, immer mit dem unguten Gefühl im Nacken, dass er jederzeit wieder ausgehen könnte.

Aber tatsächlich meisterte er die Strecke dann ohne weitere Störungen.

Vor lauter Erleichterung fiel dann dem Scheffnavigator auf, dass wir grad Essen auf Rädern vor der Nase hatten ?

Abenteuerurlaub

Danach sollte es dann eigentlich quer im Zickzack immer Richtung Westen gehen. Aber da haben die Götter einen Riegel vorgeschoben. Kurz hinter der Abtei, mitten im Nirgendwo mit 10 km Heckenpfaden  vor dem und 10 km Heckenschlängelweg hinter dem Auto ging dann plötzlich gar nichts mehr.

Enge Wege

Die Fahrt dorthin wird ein bisschen wie zu einer Reise mit der Tardis: unterwegs in Zeit und Raum. Man kann kaum schneller als 30-40 km/h fahren, weil die heckengesäumten Wege (wenn man die kleinen Pfade ob ihrer wenigstens vorhandenen Asphaltierung so nennen mag) derart eng sind, dass gerade mal ein PKW hindurch passt. Einige wenige Passing-Places gibt es zwar, aber die liegen nicht, wie man es sonst in GB kennt, halbwegs in Sichtweite, sondern schon beträchtlich weit auseinander. Man mag sich nicht vorstellen, ob dort auch gelegentlich Laster oder landwirtschaftliches Großgerät herumschippert.

Road Mission Tag 3

sagt uns, dass wir den Zeltplatz für die erste Rallye-Party ausfindig machen müssen. Vorab werden wir aber noch durch die sprichwörtliche Pampa geschickt. Entlang der englisch-walisischen Grenze schlängeln sich einige verborgene Wege …