Die erste Road-Mission des Tages führt uns den Loch Lomond entlang nach Norden in die Highlands.


Mit einem Kultauto on Tour
Die erste Road-Mission des Tages führt uns den Loch Lomond entlang nach Norden in die Highlands.



Nach einem ausgiebigen cooked breakfast und der Assistenz des Wirts des Anglesey Arms haben wir wenigstens einen neuen Benzinfilter (sogar genau den richtigen Typ) gefunden. Eine Pumpe hätte man bestellen müssen, was uns sicher 2-3 Tage gekostet hätte. Das kam also nicht in Frage.
Da das Maschinchen aber lief, haben wir uns mutig auf die Aufholjagd gemacht. Ohne Rücksicht auf zu lösende Aufgaben oder das eigentlich als Ehrenkodex geltende Autobahnverbot sind wir den ganzen Tag hinter dem Feld hergefahren und haben es am Abend sogar geschafft, wieder beim Pulk in der Nähe von Glasgow Quartier zu finden.
Bild vom alten Gemäuer kommt noch
Ist eine von drei Burgen, die Eduard I hat errichten lassen. Sehr beeindruckend und damals wohl noch mehr furchteinflößend. Sogar die jetzt noch stehenden Reste sind monumental.
Wer jemals nach Wales kommt, sollte Anglesey bzw die Schlösser besuchen.



mit Live Musik, eine Dusche, gutes Essen, ein kurzer Spaziergang am Hafen und Zimmerausblick aufs Schloss versöhnten uns schnell wieder mit den Unbilden des Tages.

nahm der Tag dann noch eine völlig unerwartete Wendung. Wir bezogen Quartier in einem urigen alten ehemaligen Kontorgebäude direkt am Hafen und rückseitig am Schloss angebaut.

quasi einer eigenen „Schweizer Garde“ (nochmal ein dickes Dankeschön an dieser Stelle) haben wir dann die nächste Ortschaft erreicht. Dort haben wir beschlossen, zu versuchen bis zum nächsten größeren Ort durchzukommen und vielleicht Spritfilter und/oder -pumpe zu bekommen. Mit dem schweizerischen Sicherheits-Backup, waren wir sicher, dass wir wenigstens nicht komplett verschütt gehen würden und der Werkstattwagen eine neue Positionsangabe für eine evt Suche hätte. Wir machten uns also auf nach dem etwa 15 Meilen entfernten Caernarfon.

Und plötzlich pfeift etwas, und auf der Brücke, unter der wir fast standen, dampfte ein Pullman mit etlichen Waggons vorbei. Hogwarts ließ grüßen. Dummerweise habe ich ihn zwar gesehen, aber es waren gerade 8-10 Leute bei uns dabei, unser technisches Problem anzugehen – und nicht einer hat ein Handy zum fotografieren gezückt. Aber eine gute Stunde später (oder 2, oder 3..:) kam noch ein anderer Nostalgiezug angedampft und den haben wir tatsächlich „erwischt“

… in der Sonne schmort, kann man sich die Gegend ja auch mal ansehen…

Mit dem Besuch der wildromantischen Bucht und der danebenstehenden Kapelle war die erste Aufgabe für den Dienstag schon abgehakt.
Falls jemand diese Bucht mal besuchen möchte: sie heißt Mwnt Beach und um das richtig aussprechen zu können, muss man wohl Waliser sein. Die Ortsnamen sind für uns jedenfalls extrem schwierig.
Das war aber an diesem Tag nicht die einzige Schwierigkeit, die uns bevorstand. Beim Versuch, die zweite Road-Mission des Tages zu absolvieren, hatten wir richtig Pech.
Es sollte zu den Seen Llyn Dina und Llyn Gwynant gehen. Als wir etwa 1/4 der Nebenstrecke hinter uns gebracht hatten, ging das gleiche Spiel wie gestern los: Auto nimmt kein Gas mehr an und stirbt ab. Neues Starten nicht möglich.
Mit Müh und Not noch so etwas wie ein Heckloch erwischt, damit wir nicht mitten in einer unübersichtlichen Kurve stehen müssen. Erstmal abwarten, Auto abkühlen lassen und dann weiter. … dachten wir …
Aber nach einer guten halben Stunde und abgekühltem Motor ging immer noch nichts. Inzwischen waren schon einige Teams an uns vorbeigezogen.
Guter Rat war nun teuer, denn wir saßen auch noch in einem fetten Funkloch. Nix Handy, nix Internet, nada.
Zum Glück waren wir aber ja inmitten von fast 100 Teams und so haben wir erleben dürfen, wieviel das auf einer solchen Tour bedeutet.
Einige Teams waren ebenfalls richtige Schrauber, und so fachsimpelten schon bald diverse Männer um den Manta herum. Einen kurzen Augenblick lief er tatsächlich an, aber nach 50 m wieder dasselbe Spiel: aus.
Also Auto wieder zurückgeschoben. Ohne Funknetz konnten wir nicht einmal den Werkstattwagen informieren und unsere Position durchgeben. Das übernahm ein anderes Team.
Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wussten: der Werkstattwagen begleitete einige Geländefahrzeuge auf einer Off-Road-Tour.
Da wir auf dem ungünstigen Gelände nicht mal richtig den Wagenheber untersetzen konnten, fiel das Aufbocken aus, das aber notwendig gewesen wäre, um an den Benzinfilter und die Benzinpumpe heranzukommen, die inzwischen als sehr wahrscheinliche Fehlerquellen identifiziert worden war.
Noch mehr Glück im Unglück hatten wir, als so ziemlich am Schluß des Feldes noch zwei Teams aus der Schweiz anhielten. Beide Fahrer hatten Sachverstand und was noch wichtiger war: einen Unterstellbock.
Damit war es nach etlichen Stunden des Wartens endlich möglich, zumindest schon mal den Benzinfilter auszubauen und zu versuchen, ihn – falls verstopft – freizubekommen.

Gibt es auch in Wales
